Gesundheitswirtschaft als Stütze des Industriestandorts Berlin
Prof. Günter Stock, Präsident der Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg, war am Donnerstag, den 10.3.2011 zu Gast im Gesprächkreis "Moderne Produktion in Berlin" der Friedrich-Ebert-Stiftung, der seit gut fünf Jahren von mir geleitet wird. Das Thema lautete "Die Gesundheitswirtschaft als Stütze des Industriestandorts Berlin". Wie Prof. Stock ausführte, sind im Bereich der Gesundheitswirtschaft derzeit in Berlin-Brandenburg über 350000 Menschen beschäftigt – ein wichtiger Teil hiervon im industriellen Sektor der Medizintechnik sowie der Pharmaindustrie. Da auf jeden Arbeitplatz in der industriellen Fertigung etwa zwei bis drei Dienstleistungsarbeitsplätze kommen, ist dieser industrielle Kern einer der Eckpfeiler der Gesundheitswirtschaft in Berlin.
Mindestens zwei der von unserer Koalition definierten Zukunftsorte hängen direkt mit der Gesundheitswirtschaft zusammen: Berlin-Buch mit dem Max-Delbrück-Centrum ist bereits ein klassischer Standort der Biotechnologie; das Quartier an der Heidestraße zwischen Bayer (ehemals Schering) und der Charitée besitzt beste Voraussetzungen, zu einem völlig neuen Standort der Verknüpfung von medizinischer Forschung und Produktion zu werden.
Prof. Stock forderte ein noch stärkeres Zusammenwirken von Berlin-Partner, TSB und IBB, um die Berlin zum Gesundheitsstandort Nummer eins in Deutschland zu machen – die Chancen hierfür stehen nicht schlecht, aber es muss politisch gewollt und entschieden vorangebracht werden!

