Standpunkte zur beruflichen Aus- und Weiterbildung
Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigungsaufbau in Berlin erfordern ein qualifiziertes Fachkräftepotenzial.
Die Anforderungen des Arbeitsmarktes verlangen eine breite und auf Mobilität ausgerichtete Berufsausbildung. Diese muss einen flexiblen Einsatz der Fachkräfte in unterschiedlichen Tätigkeiten und in unterschiedlichen Unternehmen ermöglichen sowie die Grundlagen für die berufliche Weiterbildung legen.
Hiermit wird zugleich die Grundlage für ein individuell befriedigendes und erfolgreiches Berufsleben gelegt. Im Zuge der rasanten technologischen Entwicklung wird es künftig nicht die Regel sein, während des gesamten Erwerbslebens in einem einmal erlernten Beruf tätig zu sein.
Dennoch setzt eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit bei steigenden Anforderungen des Arbeitsmarktes eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Entsprechend verfügen in Berlin mehr als die Hälfte der jugendlichen Arbeitslosen unter 25 Jahren über keine abgeschlossene Berufsausbildung.
Die angestrebten Verbesserungen im Berliner Bildungssystem müssen deshalb durch eine neue Ausbildungsoffensive ergänzt werden.
Dies liegt im Interesse der Berliner Jugendlichen und ist zugleich eine unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Berlin. Berufliche Qualifizierung ist zugleich präventive Sozialpolitik.

